Klarheit statt Claims
Neue Regeln. Präzisere Sprache. Das ist eigentlich unsere Lieblingsart, über die EmpCo-Richtlinie zu sprechen, die seit diesem Jahr EU-weit gilt.
Die EU möchte damit Nachhaltigkeitskommunikation transparenter und besser vergleichbar machen. Dazu gehört: Allgemeine Begriffe wie "nachhaltig" unterliegen künftig strengeren Anforderungen, und Aussagen sollen möglichst konkret sein.
Und das begrüßen wir zunächst erstmal!
Weniger große Worte, mehr Klarheit
Statt einen großen Begriff für alles zu verwenden, sprechen wir jetzt über die konkreten Eigenschaften unserer Produkte. Materialien, Zertifizierung, Herstellung – dort stecken die Informationen, die wirklich zählen.
Unser Anspruch und was hinter Tranquillo steckt, ändert sich dadurch nicht. Wir benennen nur klarer, welche konkreten Eigenschaften wir meinen, statt sie unter einem großen Wort zusammenzufassen. Denn Aussagen sollten nachvollziehbar sein.
Less claim. More clarity. Die Produkte bleiben dieselben.

Warum "Fair" bleibt
Ein Wort haben wir bewusst nicht angerührt: Fair. Das hat einen guten Grund – wir können es belegen:
- GOTS: Unsere Bio-Baumwolle ist nicht nur ökologisch, sondern auch sozial zertifiziert – GOTS prüft die Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette nach den ILO-Kernarbeitsnormen
- amfori BSCI: Die Produktionsstätten unserer Lieferanten werden regelmäßig nach amfori BSCI auditiert. Das Audit prüft Arbeitszeiten, Arbeitssicherheit, Löhne und das Verbot von Kinderarbeit
- Weitere Sozialstandards: Je nach Produktgruppe zusätzlich WFTO, CARE & FAIR, SA8000 oder GoodWeave®
- Unsere eigene Selbstverpflichtungserklärung: Wir haben schriftlich festgehalten, worauf wir bei fairen Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette achten – und halten uns selbst daran fest
- Langjährige Partnerschaften: Viele unserer Manufakturen begleiten wir schon seit Jahren. Das schafft Vertrauen und macht es leichter, faire Bedingungen wirklich zu kontrollieren statt sie nur zu behaupten
Das ist der Unterschied zwischen einem großen Wort und einer nachprüfbaren Aussage. Genau darum geht es uns.
Was wirklich zählt
Der Großteil unseres Sortiments tragen mindestens eines dieser unabhängig geprüften Zertifikate:
- GOTS – für unsere Bio-Baumwolle: kontrolliert biologischer Anbau, keine Schadstoffe, zertifizierte Sozialkriterien
- EcoVero™ und TENCEL™ von Lenzing – Viskose- und Modalfasern aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft
- RWS (Responsible Wool Standard) – für unsere Wollprodukte, inklusive Tierwohl-Kriterien
- GRS (Global Recycled Standard) – für Produkte aus recyceltem Material, zum Beispiel unser Sherpa-Fleece
- GoodWeave® – für unsere handgefertigten Teppiche
- amfori BSCI, WFTO, CARE & FAIR, SA8000 – unabhängige Sozialaudits für faire Arbeitsbedingungen, ergänzt durch unsere eigene Selbstverpflichtungserklärung
Diese Standards prüfen unabhängige Institute – nicht wir selbst. Genau das macht sie zu einem echten Beleg statt zu einem großen Wort.
Ehrlich bleiben heißt auch: Lücken benennen
Unser Keramik-Sortiment ist aktuell nicht umweltzertifiziert. Wir arbeiten daran – bei einigen Artikeln steckt zum Beispiel schon recyceltes Keramikmaterial drin, und wir prüfen weitere Schritte. Die faire Produktion ist bei diesen Produkten trotzdem belegt: Die Produktionsstätten werden regelmäßig nach amfori BSCI auditiert. Bis eine Umweltzertifizierung vorliegt, sprechen wir bei diesen Produkten bewusst nicht von "nachhaltig", sondern von dem, was stimmt: fair produziert, mit viel Liebe zum Detail gemacht.
Was das für euch bedeutet
Ihr werdet in den nächsten Wochen an vielen Stellen im Shop unsere überarbeiteten, präziseren Formulierungen sehen. Alle Details zu unseren Materialien und Zertifikaten findet ihr auf unserer Nachhaltigkeitskriterien-Seite. Und falls euch irgendwo eine Formulierung auffällt, die nicht ganz stimmig ist: Meldet euch gern. Wir nehmen das ernst.



